Starker Rebwuchs trotz Trockenjahr

29. Jan. 2026 | Weinbau

Praxisbeispiel aus dem Weinviertel: Erfolgreiche Neuanlage mit Polygrain

Der Klimawandel stellt den Weinbau zunehmend vor Herausforderungen – insbesondere bei Neuanlagen. Trockenperioden, schwierige Bodenbedingungen und ein schwaches Anwachsen junger Reben können den Ertrag der ersten Jahre massiv beeinträchtigen. Ein Praxisbeispiel aus dem nördlichen Weinviertel zeigt, wie gezielte Wasserspeicherung im Wurzelraum hier entscheidend unterstützen kann.

Das Weingut der Familie Neubauer in Kleinhöflein bei Retz bewirtschaftet seine Weingärten mit Fokus auf Qualität, nachhaltige Bewirtschaftung und gesunde Rebenentwicklung. Im Februar 2024 ergab sich die Möglichkeit, einen bestehenden Weingarten zu erwerben – mit einer Ausgangslage, die fachlich als alles andere als ideal galt: Der Altbestand wurde gerodet, der Boden unmittelbar rigolt und noch im selben Frühjahr neu bepflanzt. Ohne Bodenbegrünung und mit Pflanzung per Lanze war klar, dass das Anwachsen der Reben besonders herausfordernd werden würde.

Polygrain direkt im Pflanzwasser

Bei der Pflanzung der Donauveltliner-Reben im April 2024 wurde in jedes Pflanzloch ein Esslöffel Polygrain direkt ins Pflanzwasser gegeben. Ziel war es, die Wasserspeicherung im unmittelbaren Wurzelraum zu verbessern und den Jungreben gerade in der sensiblen Anwuchsphase mehr Sicherheit zu geben.

Der Sommer 2024 bestätigte die Relevanz dieser Maßnahme: Trotz sehr trockener Bedingungen mussten die Reben nur ein einziges Mal bewässert werden. Bereits im Winter 2024/25 zeigte sich ein überraschend kräftiges Wachstum – die einjährigen Reben konnten auf rund 80 cm zurückgeschnitten werden, womit auch das Risiko von Wildverbiss nahezu ausgeschlossen war.

Vitaler Wuchs und frühe Ertragsreife

Im Frühjahr 2025 entwickelte sich das Wachstum so stark, dass pro Rebe drei Triebe stehen gelassen werden mussten, die sich zu daumendicken Ruten mit mehreren Metern Länge entwickelten. Ein Ergebnis, das unter diesen Bedingungen nicht zu erwarten war.

Bereits im zweiten Standjahr konnte auf einer Fläche von 0,28 ha rund 1.000 kg Donauveltliner mit einer Qualität von 19 °KMW geerntet werden – ein außergewöhnlicher Wert für eine so junge Anlage und eine so schwierige Ausgangssituation.

„Wir sind mit einer Ausgangslage gestartet, bei der man eigentlich mit Jahren des Aufholens rechnet. Dass sich die Reben so vital und gleichmäßig entwickelt haben und wir bereits im zweiten Jahr diese Qualität ernten konnten, hat uns selbst überrascht. Dieser außergewöhnliche Wuchs ist für uns eindeutig auf das Produkt zurückzuführen.“
Familie Neubauer, Weingut Neubauer, Kleinhöflein bei Retz

Fazit

Das Praxisbeispiel zeigt, wie entscheidend gezielte Wasserspeicherung im Wurzelraum für den erfolgreichen Start von Neuanlagen sein kann – insbesondere in Trockenjahren. Polygrain unterstützt Jungreben dabei, Wasser genau dort verfügbar zu machen, wo es gebraucht wird, und trägt so zu stabilem Wachstum, früher Ertragsreife und reduziertem Bewässerungsaufwand bei.