Grüne Fairways, vitale Rasenflächen und optimale Spielbedingungen – auch während langer Trockenperioden. Für Golfplatzbetreiber wird das zunehmend zur Herausforderung. Denn ausgedehnte Rasenflächen benötigen viel Wasser – und gerade in heißen, trockenen Sommern steigt der Bewässerungsbedarf zusätzlich. Langfristige Lösungen setzen deshalb nicht erst bei der nächsten Trockenperiode an, sondern schon davor.
Golfplätze benötigen erhebliche Mengen Wasser für die Bewässerung ihrer Rasenflächen. Wie hoch der Bedarf tatsächlich ist, hängt stark von Klima, Standort und bewässerter Fläche ab. Für Westeuropa werden für einen Golfplatz Größenordnungen von rund 50.000 m³ pro Jahr genannt. In Südeuropa kann der jährliche Wasserbedarf eines 18-Loch-Platzes mit entsprechend großer Bewässerungsfläche bei 200.000 bis 300.000 m³ liegen.*
Damit wird eine Frage immer wichtiger: Wie lässt sich vorhandenes Wasser effizienter nutzen?
* [ETC-BE Report 2025/1]
Nicht nur bewässern – Wasser im Wurzelraum speichern
Entscheidend ist nicht allein, wie viel Wasser auf eine Rasenfläche gebracht wird. Ebenso wichtig ist, wie lange es dort verfügbar bleibt, wo die Gräser es tatsächlich aufnehmen können.
Genau hier setzt POLYSORB an. Das Wasserspeicher-Granulat kann mehr als das 300-Fache seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen und speichern. Unter optimalen Bedingungen kann damit 1 kg POLYSORB mehr als 300 Liter Wasser binden.
Bei Niederschlag oder Bewässerung nimmt das Granulat Wasser auf, quillt und bildet im Boden kleine Wasserspeicher. Bei zunehmender Austrocknung des umgebenden Bodens wird die gespeicherte Feuchtigkeit wieder abgegeben und steht im Wurzelbereich zur Verfügung.
Beim nächsten Regen oder Bewässerungszyklus kann sich POLYSORB erneut mit Wasser beladen. Dieser Speicher- und Abgabeprozess wiederholt sich über eine Wirkdauer von etwa 3 bis 5 Jahren.
Damit geht es nicht darum, Bewässerung vollständig zu ersetzen. Vielmehr soll vorhandenes Regen- und Bewässerungswasser effizienter genutzt und länger im Wurzelraum verfügbar gehalten werden.
Golfplätze nachträglich mit Wasserspeicher ausstatten
Doch wie bringt man ein Wasserspeicher-Granulat in einen Golfplatz ein, dessen Rasenflächen längst bestehen?
Genau das zeigt ein aktueller Praxiseinsatz auf einem Golfplatz in der Slowakei. Dort wird POLYSORB mithilfe einer Schlitzmaschine in nur einem Arbeitsgang gezielt in den Boden eingebracht. Auf der Maschine befindet sich ein Granulatstreuer, in den POLYSORB eingefüllt wird. Während die Maschine schmale Schlitze in der bestehenden Grasnarbe öffnet, wird das Granulat über Schläuche direkt in diese Schlitze dosiert und damit gezielt in den Wurzelbereich eingebracht.
Der entscheidende Vorteil: Schlitzen und Einbringen des Granulats erfolgen maschinell in einem einzigen Arbeitsgang. Die gesamte Rasenfläche muss dafür nicht neu angelegt werden. Die bestehende Grasnarbe bleibt weitgehend erhalten und kann sich nach der mechanischen Bearbeitung rasch wieder regenerieren.
Was lässt sich dadurch einsparen?
- weniger Bewässerungswasser, da vorhandenes Wasser effizienter genutzt wird
- weniger Energiebedarf für Pumpen und Bewässerungsanlagen
- geringerer Arbeits- und Betriebsaufwand für die Bewässerung
- weniger Bewässerungsdurchgänge während längerer Trockenperioden
POLYSORB auf 19 Golfplätzen in Südkorea
Das Potenzial dieser Anwendung wird mittlerweile auch international in der Praxis demonstriert. Neben dem Versuch in der Slowakei wird POLYSORB aktuell durch einen Kunden auf insgesamt 19 Golfplätzen in Südkorea getestet.
Die Praxisversuche sollen zeigen und dokumentieren, welches Potenzial die zusätzliche Wasserspeicherung im Wurzelraum unter unterschiedlichen Standortbedingungen für das Bewässerungsmanagement von Golfplätzen bietet. Die Erfahrungen aus den unterschiedlichen Golfplätzen liefern damit wertvolle Daten für den großflächigen Einsatz Wasserspeicher-Granulate auf intensiv genutzten Rasenflächen.
Jetzt vorsorgen für den nächsten trockenen Sommer
Gerade der Frühherbst bietet günstige Bedingungen für die nachträgliche Einbringung in bestehende Rasenflächen.
Die extreme Sommerhitze lässt nach, während Boden und Gräser noch aktiv sind. Dadurch kann sich die durch die Schlitzung beanspruchte Grasnarbe regenerieren. Herbstliche Niederschläge oder Bewässerung sorgen gleichzeitig dafür, dass sich POLYSORB im Boden mit Wasser beladen kann.
Mit einer Wirkdauer von 3 bis 5 Jahren ist die Maßnahme dabei nicht auf den nächsten Sommer beschränkt. Das Granulat kann über mehrere Vegetationsperioden hinweg immer wieder Wasser aufnehmen, speichern und bei zunehmender Bodentrockenheit wieder abgeben.
Denn ein nachhaltiges Bewässerungsmanagement beginnt nicht erst dann, wenn Fairways und Rasenflächen bereits unter Trockenstress stehen.
Der nächste trockene Sommer beginnt im Boden – und die Vorbereitung darauf schon heute.

