In der Region Sevilla (Benacazón), Spanien, wurde 2023 vom SGS Institut Fresenius eine unabhängige Feldstudie im Freiland‑Tomatenanbau durchgeführt. Ziel war, zu prüfen, wie sich der Einsatz wasserspeichernder Granulate auf Ertrag und Fruchtqualität auswirkt, wenn das Bewässerungsvolumen deutlich reduziert wird. Die Ergebnisse zeigen: Unter den Versuchsbedingungen ließ sich der Wasserbedarf deutlich senken, ohne dass Ertrag oder Fruchtqualität im Vergleich zur Vollbewässerung nachließen.
Versuchsaufbau
- Kultur: Freiland‑Tomaten, Sorte H1015.
- Standort: Südspanien, warmes, trockenes Klima mit typischem Bewässerungsanbau.
- Partner: SGS Institut Fresenius als unabhängiges, offiziell anerkanntes Prüfunternehmen.
- Produkte: Wasserspeicher Granulat Polygrain, einmalig beim Pflanzen in das Pflanzloch appliziert.
Es wurden zwei Gruppen von Flächen angelegt
- Referenzflächen: Tomatenanbau mit dem üblichen Bewässerungsregime (100 % Wasser).
- Versuchsflächen: Tomatenanbau mit identischer Kulturführung, jedoch mit Wasserspeicher im Wurzelbereich und deutlich reduziertem Bewässerungsvolumen.
Sorte, Pflanzdichte, Düngung und Pflanzenschutz waren in beiden Gruppen gleich – der Unterschied lag allein im Wasservolumen und im Einsatz des Granulats.
Bewässerungsregime
- Referenz: Bewässerung in der üblichen Höhe über die gesamte Vegetationsperiode.
- Versuchsflächen: Reduktion des Bewässerungsvolumens und der Anzahl der Bewässerungsgänge, sodass das Gesamtwasserangebot pro Saison um rund 45–52 % unter dem Referenzniveau lag.
Damit wurde eine Einsparung simuliert, wie sie unter Wasserrestriktionen oder steigenden Kosten praxisrelevant ist.
Pflanzenzustand und Kulturführung
Während der Versuchsdauer zeigte sich: Keine sichtbaren Pflanzenschäden durch den Einsatz der Granulate. Die Bestände auf den Flächen mit reduziertem Bewässerungsvolumen blieben vital und unterschieden sich im Bestandesbild nicht auffällig von den voll bewässerten Flächen. Die Kulturführung konnte ohne Anpassungen an das Produkt durchgeführt werden; die Applikation beim Pflanzen war problemlos.
Die Reduktion des Wassers führte also nicht zu zusätzlichen Stresssymptomen, solange der Wasserspeicher im Boden vorhanden war.
Versuchsergebnisse
- Ertrag: Auf den Flächen mit rund 45–52 % weniger Bewässerungswasser lag der Gesamtertrag der Tomaten auf vergleichbarem Niveau wie auf den voll bewässerten Referenzflächen. Es wurde kein signifikanter Ertragsrückgang festgestellt. Schwankungen zwischen Varianten bewegten sich im üblichen Bereich; ein klarer Trend zu geringeren Erträgen bei weniger Wasser war nicht erkennbar.
- Qualität: Die untersuchten Qualitätsparameter (u. a. Zuckergehalt/Brix, Fruchtgrößen, Anteil vermarktbarer Ware) lagen auf den Versuchsflächen im Bereich der Referenzflächen.
Es gab keine Hinweise auf qualitative Einbußen, die über normale saisonale Schwankungen hinausgehen.
Fazit
Für landwirtschaftliche Betriebe lässt sich aus dieser Studie im Tomatenanbau klar nachweisen: Eine Wassereinsparung in der Größenordnung von rund 45–52 % des bisherigen Bewässerungsvolumens ist unter den geprüften Bedingungen möglich, ohne dass Ertrag oder Fruchtqualität im Vergleich zur Vollbewässerung deutlich nachlassen.
Damit ergibt sich eine entsprechend deutliche Kostenersparnis bei Wasser und Bewässerung, insbesondere in Systemen mit teuren Wasserrechten, hohen Energiekosten oder limitierter Wasserverfügbarkeit.

