Neue Bedingungen, neue Kulturen: Landwirtschaft im Wandel

26. Aug. 2026 | Allgemein

80 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich rechnen damit, dass die Klimaerwärmung Auswirkungen auf ihren Betrieb haben wird. Für 40 Prozent könnten diese sogar existenzgefährdend sein. Das zeigen aktuelle Befunde aus dem Forschungsprojekt COMMUNITYadapt der BOKU Wien, über die ORF Science berichtet.

Doch was bedeutet das konkret für die Landwirtschaft? Die Forschenden gehen davon aus, dass sich nicht nur einzelne Kulturen oder besonders trockene Regionen anpassen müssen. Der Ackerbau insgesamt wird sich verändern.

Was wächst künftig wo?

Steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster verschieben die Bedingungen für den Anbau. Kulturen, die heute in einer Region gut funktionieren, könnten dort künftig stärker unter Trockenstress geraten. Gleichzeitig können sich für andere Kulturen neue Anbaugebiete eröffnen.

Die BOKU-Forschenden erwarten deshalb Verschiebungen bei praktisch allen Feldfrüchten. Als Beispiel nennt der Bericht Soja, dessen Anbau sich in Österreich bereits deutlich ausgebreitet hat. Auch trockenheitsverträglichere Kulturen wie Hirse könnten künftig an Bedeutung gewinnen.

Dabei geht es nicht nur um die Wahl der Kultur. Auch Sortenwahl, Aussaatzeitpunkt, Bodenbewirtschaftung und die Verfügbarkeit von Wasser werden wichtiger. Landwirtschaftliche Betriebe müssen sich damit zunehmend auf Bedingungen einstellen, die sich von Region zu Region unterschiedlich entwickeln können.

Wasser bleibt ein Schlüsselfaktor

Unabhängig davon, welche Kulturen künftig angebaut werden: Entscheidend bleibt, vorhandenes Wasser möglichst lange pflanzenverfügbar zu halten.

Wasserspeicher-Granulate wie POLYSORB und POLYGRAIN  können dabei ein Baustein sein: Sie speichern Niederschlags- und Bewässerungswasser im Wurzelbereich und geben es bei Bedarf wieder ab.

Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigen damit vor allem eines: Klimaanpassung in der Landwirtschaft wird nicht aus einer einzelnen Maßnahme bestehen. Sie beginnt bei der Wahl der Kultur und reicht bis zum Umgang mit Boden und Wasser.

Quelle: ORF Science, „Dürre: Umbau des Ernährungssystems nötig“