In Ostösterreich hat die Getreideernte vielerorts so früh begonnen wie selten zuvor – mancherorts ein bis zwei Wochen früher als im langjährigen Schnitt. Der Grund dafür ist kein „glücklicher früher Reifevorsprung“, sondern Trockenstress: sondern Trockenstress: Bestände mussten abreifen, obwohl sie ihr Ertragspotenzial noch nicht ausschöpfen konnten. Offizielle Schätzungen gehen derzeit davon aus, dass die durchschnittlichen Getreideerträge in Österreich heuer um rund 13,9 Prozent unter dem Vorjahr liegen.
Besonders betroffen sind Winterweizen und andere Qualitätsgetreide: Laut Auswertungen von Statistik Austria und Landwirtschaftskammern liegen die Rückgänge hier teils bei über 15 Prozent gegenüber 2025. Gleichzeitig wird die Qualität der Ware vielerorts als zufriedenstellend beschrieben – die Fallzahlen passen, aber die Mengen fehlen. Damit verschiebt sich die Diskussion: Nicht die Qualität ist das Problem, sondern die Frage, wie viel Getreide pro Hektar überhaupt geerntet werden kann.
Die Ursache liegt in einem Muster, das sich in Statistiken und Wetterdaten klar abzeichnet: ein niederschlagsarmer Herbst, ein sehr trockenes Frühjahr und Hitzephasen rund um die Blüte und frühe Kornfüllung. Gerade in diesen Entwicklungsstadien entscheidet sich, ob eine Kultur ihr Potenzial ausschöpft – oder ob die Pflanze nur noch versucht, die Reife zu retten. In vielen Regionen blieb heuer schlicht zu wenig Wasser im Boden, um diese kritischen Wochen zu überbrücken.
Für Green Legacy ist die Getreideernte 2026 ein deutliches Signal: Wasser im Boden wird zum entscheidenden Produktionsfaktor. Unsere wasserspeichernden Granulate sind so entwickelt, dass sie Niederschlags- und Bewässerungswasser im Wurzelraum zwischenspeichern und Pflanzen in Trockenphasen länger versorgen. In Feldversuchen, etwa im Tomaten- und Obstbau, konnten wir zeigen, dass sich der Bewässerungsbedarf in bestimmten Kulturen um rund 45–52 Prozent reduzieren lässt, ohne dass der Ertrag sinkt.
Gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten wir derzeit daran, ähnliche Kennzahlen auch im Getreidebau zu erheben: Wie verändert sich die Wasser-Nutzungseffizienz, wenn Böden Wasser länger halten können? Welche Rollen spielen Standorte mit wiederkehrenden Mindererträgen? Ziel ist es, praxisnahe Daten bereitzustellen, die zeigen, wie viel Ertrag pro Liter Wasser im Boden möglich ist – und wie Wasserspeicher-Technologie hier unterstützen kann.
Quelle: Landwirtschaftskammer Ernte 2026, Landwirtschaft - Trockenheit

